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HIP HOP 4-LIFE

Hmm ^^ scheiß wetter und am we auch nix los....aba man KANN JA WAS LOS MACHEN *g NAJA MA SEHN WAS SO GEHT ^^ BIS DANN +:~*HEL*~:+

 

Thanks Glitter Dreamz !


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Tupac Shakur

Tupac Amaru Shakur wurde in N.Y.C. geboren, aufgewachsen ist er bei seiner Mutter, die mit ihm und seiner Schwester an verschiedenen Orten des Landes und nah an der Armutsgrenze lebte. Trotzdem besuchte 2Pac die Baltimore School of the Acts.

1990 rappt 2Pac für Digital Underground, sein Debütalbum "2Pacalypse Now" erscheint 1992. Er erlangt bald den Ruf, so viel gegen das Gesetz zu arbeiten wie für seine Musik, ein ständiger Wettstreit mit Snoop Doggy Dogg, wer die kontroverseste Figur im Rap ist, entbrennt. Man pflegt zu sagen, er verbringe genau so viel Zeit im Gefängnis wie im Plattenstudio. Sein zweites Album "Me Against the World" auf Death Row landet in den Charts auf Platz eins. Das Doppelalbum "All Eyez on Me" sowie die Hitsingle "California Love" verfestigen seinen Ruhm.
Das Label hält er nach dem Ausstieg von Dr. Dre immer fester in den Händen, und die Spannungen bei und um Death Row nehmen weiter zu. Es kommt zum Streit mit Puff Daddys Bad Boy-Clique (Lil' Kim, Notorious B.I.G.) sowie mit Queensbrigge Finest Mobb Deep und Nas, als 2Pac in New York angeschossen wird. Er gibt seinen New Yorker Freunden die Schuld und disst diese in "Hit 'Em Up" aufs Schärfste. Im September 1996 wird er in Las Vegas wiederum angeschossen und erliegt sechs Tage später am 13. seinen Verletzungen. die wahren Hintergründe des Mordes sind bis heute nicht geklärt.
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Nach seinem Tod veröffentlicht Death Row sein Album "The Don Killuminati: The 7 Day Theory" unter 2Pac's Pseudonym "Makaveli". Der Name stammt von Niccolo Machiavelli, einem italienischen Politiker und Philosoph, der seinen eigenen Tod vortäuschte, dann sieben Tage später zurückkehrte, um sich an seinen Feinden zu rächen. Obwohl das nur eine geschickt eingefädelte Marketingstrategie seines Labels ist, steigern sich der Mythos um Tupac und seine Berühmtheit dadurch ins Unermessliche.

Fast fünf Jahre nach 2Pacs Tod hat sich der Rummel immer noch nicht gelegt. Zum Weihnachtsgeschäft '99 erscheint mit "Still I Rise" das dritte posthume Album und erstmalig auch ein Gedichtband von dem Ausnahmekünstler. Die 72 Gedichte aus "The Rose That Grew From Concrete" stammen aus der Zeit vor "2Pacalypse Now", es heißt, sie seien 'komplex und meditativ' und zeigten den Künstler, bevor er in die Rap-Welt eintauchte.
Image Hosted by ImageShack.usEs folgen weitere Scheiben. Auf "The Lost Tapes" folgt im März 2001 "Until The End Of Time", angeblich wieder mit ausschließlich unveröffentlichtem Material. Die Scheibe lässt mal wieder alle lebenden Hip Hopper vor Neid erblassen, verkauft sich in der ersten Woche allein in Amerika 426.000 Mal und schießt in den US-Charts von null auf eins. Im Winter 2002 knüpft dort der nächste Streich "Better Dayz" an. Ein Jahr später wirft Suge Knight "Nu Mixx Klazzics" auf den Markt. Zufälligerweise zeitgleich läuft die 2Pac-Dokumentation "Resurrection" in den Kinos an und bietet auf dem dazugehörigen Soundtrack überraschende Kollabos mit Eminem, Notorious B.I.G. und 50 Cent.

Irgendwann 2004 nimmt sich Shakurs Mutter des Erbes ihres Sohnes an. Zunächst betraut sie Eminem mit der Produktion von "Loyal To The Game", dann kündigt sie für 2006 noch ein "Spoken Words"-Album an. Danach sei Schluss mit der Veröffentlichungsflut. Auch einen Film über den berühmten Rapper plant Afeni Shakur, während am Broadway bereits ein Musical läuft und eine Biografie ebenfalls in Arbeit ist. Als wichtigstes Erbe des Musikers nennt sie jedoch die Tupac Amaru Shakur Foundation, die Kinder aus schwierigen Familien künstlerisch fördere.Image Hosted by ImageShack.us
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50 Cent

"Viel Feind, viel Ehr", unter diesem Sprichwort-Stern stehen und agieren nicht wenige Emcees im Rapgame. Hip Hop ist Wettkampf, doch Competition heißt hier: ich will da hin, wo du bist - an die Spitze. Also wird aus Rohren gedisst, was das Zeug hält. Man erinnere sich an die legendäre Battle On Wax (Live kneifen viele) von Canibus und LL Cool J. Gut, Herausforderer Canibus ist mittlerweile wegen schwacher Beat-Auswahl wieder auf dem Boden der Underground-Tatsachen angelangt, New York-Rapper 50 Cent wird dieses Schicksal in absehbarer Zeit dank tatkräftiger Unterstützung von Eminem und Dr. Dre jedoch nicht erleiden. Zwar pflastern Beefs en masse seine Karriere, doch der Hype um den ehemaligen Brooklyn-Boxer nimmt im Jahreswechsel 2002/2003 tupac'sche Formen an, und so schnellen die Verkaufszahlen mit angesprochener Hilfe in höchste Charts-Regionen


Fünf Jahre zuvor: Curtis Jackson aka 50 Cent - sein Name steht übrigens für "Wechsel" und soll an einen verstorbenen Gangster der Fort Greene Projects erinnern - verliert schon früh seine Mutter und Freunde im Drogenkrieg auf den Straßen von Queens. Trotz aller Widrigkeiten unterschreibt er einen Deal bei JMJ, dem kleinem Label von Run DMC-DJ Jam Master Jay. Dort stößt er jedoch bald an logistische Grenzen, so dass er mit Hilfe des renommierten Produzententeams der Trackmasters den Weg zum Majorlabel Columbia Records findet.
Die erste Single "How To Rob (An Industry Nigga)" avanciert zum Underground-Hit. Hier kriegen die angesagten R'n'B-Acts, Emcees und Produzenten gleichermaßen ihr Fett weg. Namentlich pisst 50 Cent dem Rza, Raekwon, Ghostface Killah, ODB, Jay-Z, Big Punisher, Busta Rhymes, DMX, Jermaine Dupri, Da Brat, Master P, Silk The Shocker, Timbaland, Missy Elliott, DJ Clue, TQ, Naughty By Nature, Joe, Will Smith, Juvenile, Heavy D, Sticky Fingaz, Blackstreet, Kurupt, Harlem World, Slick Rick, Foxy Brown, Bobby Brown, Whitney Houston, Lil' Kim und Mariah Carey ans Bein. Doch 50 Cent hält sich nicht mit billigen Battle-Worten auf, sondern disst die Stars so parodistisch, dass sich vor lustigen Wortspielen die Balken biegen.

Die Antwort der Gefoppten lässt nicht lange auf sich warten: Ein-Zeiler von Masta Killa ("I Shot A Hole In A 50 Cent To Test My Aim") und Jay-Z ("Fuck A 50 Cent, I'm About a Dollar"), Diss-Tracks auf Mix-Tapes von Big Pun und Sticky Fingaz sowie Raekwons versteckte Spoken Words auf Ghostface Killahs "Supreme Clientel"-Album bestimmen die wenig spaßige Gegenoffensive. Dem Rza zu Folge soll 50 Cent unmittelbar nach der Veröffentlichung von "How To Rob..." live den Schwanz eingezogen haben. Als der Wutang-Boss mit zwei Wu Fam-Members bei der Release Party für 50s Debüt "Power Of A Dollar" auftaucht, sagt der großmäulige Künstler den Auftritt kurzerhand ab. Körperliche Angst kann man dem Boxer wohl nicht vorwerfen, folglich zweifelte er anscheinend an seinen Mic-Qualitäten. Während der anfangs erwähnte Canibus zwar on stage besticht, aber auf Vinyl langweilt, steht bei 50 Cent der Vorwurf eines Studiorappers im Raum, der zwar gute Songs herausbringt, aber auf der Bühne schwächelt. Don't Talk The Talk If You Can't Walk The Walk.

Gegenüber Allhiphop.com äußert er Umstände und Beweggründe, die zum kontroversen Track führen: "Der Song war das Beste, was mir passieren konnte. Ich nahm ihn auf, da ich mich von den anderen hundert Acts meines Major Labels abheben musste. Nach dem Lied kannte jeder diesen 50 Cent-Typen. Die Lyrics habe ich im Auto auf dem Weg zum Studio geschrieben. Der Text beinhaltet einfach die Wahrheit, und alle wussten es. Da Raub auf Grund meiner damaligen finanziellen Situation ein Thema darstellte, fiel mir die Umsetzung der Thematik nicht schwer. Aber natürlich war alles nur ein riesengroßer Gag, um Aufmerksamkeit zu erhaschen."

Manche der "Gefoppten" verstehen entweder diesen Humor oder vergessen ihre Selbstachtung, um später einen Teil des 50 Cent-Kuchens abzuschneiden. So nimmt Missy Elliott ihn auf ihr "Under Construction"-Album, und Lil' Kim featured ihn trotz seiner diskriminierenden Lyrics vom "8 Mile"-Soundtrack auf dem Song "Magic Stick". Doch das alles passiert erst 2003. Drei Jahre zuvor sieht die Zukunft des Curtis Jackson noch nicht so rosig aus.

Neun Kugeln treffen ihn am 24. Mai 2000 vor dem Haus seiner Großmutter ins Gesicht, in Arme und Beine. Doch 50 hat Glück im Unglück und muss nur 13 Tage im Krankenhaus verweilen. Trotz des kurzen Aufenthaltes steht er nach der Entlassung vor den Trümmern seiner Rap-Karriere. Seine Plattenfirma Columbia schreckt negative Publicity und lässt den geplanten Videodreh mit Beyoncé Knowles von Destiny's Child zur Single "Thug Love" platzen. Und wäre es an schlechten Nachrichten noch nicht genug, zieht das Label auch gleich das ganze "Power Of A Dollar"-Album dank Bootleg-Wahnsinn aus dem Verkehr und löst den Vertrag mit 50 Cent auf.

Da nützt es wenig, dass der fortan mit kugelsicherer Weste ausgestatte Rapper gegenüber dem Rolling Stone-Magazin vollmundig zugeben kann: "Kid Dead, Though, Who Shot Me". 50 Cent muss zurück auf die Straße. Sprich: er dealt mit Drogen, um wieder Kohle für Demobänder zu haben, und um Präsenz auf Mix-Tapes zu zeigen. Parallel zu seinen ersten Schritten Richtung Comeback beginnt 50s Fehde mit Queens-Kollege Ja Rule, die sich bis zu seinem Durchbruch und darüber hinaus hinziehen soll. Um es kurz zu machen: Ja Rule sieht chillend in einem New Yorker Club, wie sich 50 Cent gerade mit dem Typen freundschaftlich unterhält, der Ja eine Woche vorher abgezogen hatte. Daraufhin kommt es vor der Disse zum Brawl, und einige Jungs der Murder Inc-Posse verletzen 50 via Messer.

Am höchsten kocht der Beef, als 50 Cent endlich wieder Licht am Ende des Tunnels sieht und bei Dr. Dre Aftermath- bzw. Eminems Shady Records unterschreibt. Mit so viel geballter Firmenmacht im Hintergrund rückt der Streit vor allem on wax wieder ins Blickfeld der Medien. Ob die Auseinandersetzung jedoch etwas mit dem Mord an 50 Cents-Mentor Jam Master Jay im November 2002 zu tun hat, steht in den Sternen. Denn nach dem tragischen Tod des Run DMC-Mitglieds brodelt es in der Gerüchteküche, und auf der Speisekarte stehen die Drogen ganz oben. So soll Ja Rules Murder Inc.-Label mit Geld vom Mafioso McGriff finanziert worden sein, mit dem 50 Cent zufälligerweise schon zu seiner Dealer-Zeit Probleme hatte. Auch Aftermath und Eminem, das Violater Management, Suge Knight und Death Row rutschen in diesen abstrusen Gang-Strudel. Doch trotz intensiver Ermittlungen des FBI bleibt die Wahrheit vorerst im Dunkeln.

Erfreulicher verläuft dagegen 50s Rap-Karriere. Nach dem Appetitanreger-Album "Guess Who's Back" erscheint im Frühjahr 2003 das von Dre und Em tatkräftig untersützte Werk "Get Rich Or Die Tryin'" und bricht mit über 850.000 verkauften Einheiten Snoop Doggs Debüt-Rekord. Millionenschwere Multi-Platin Verkäufe schließen sich nach dem furiosen Start an und hypen 50 Cent in die anfangs erwähnten 2Pac'schen Regionen. Auch wenn sich Cent wegen seiner Vergangenheit wie Herr Shakur zu Lebzeiten nur noch mit Bodyguards "frei" bewegen kann, verfolgt er doch weiter zielsicher seinen Weg im Rapgame. Er ruft seine G Unit-Records (G steht für Guerilla) ins Leben, zu der u.a. auch die Mic-Talente Lloyd Banks, Tony Yayo und Young Buck zählen.

Zu "Get Rich Or Die Tryin'"-Zeiten geht G Unit noch als klassische Hip Hop-Crew durch. Doch 50 Cent wäre nicht der Vorzeige-Ghetto-Entrepreneur, wenn er nicht im Laufe der Zeit neben seinem eigenen Namen auch G Unit zu einem Multimillionendollar-Unternehmen ausbauen würde. Llyod Banks Debüt "The Hunger For More" steigt im Sommer 2004 auf Platz Eins der amerikanischen Billboardcharts ein, Kollege Young Buck platziert sich mit "Straight Outta Ca$hville" auf Nummer Drei. Im Jahr 2005 wirft Fiddys Klamottenlinie G Unit-Clothing über 75 Millionen Dollar ab. Fiffty ist nun endgültig nicht mehr der strugglende Drogendealer aus Southside Queens, sondern das stärkste Zugpferd des Interscope-Stalles unter der Ägide von Labelboss Jimmy Iovine.

Damit nicht genug. Emsig arbeiten Marketingexperten an der Wertigkeit der Marke 50 Cent weiter. "From Pieces To Weight" lautet der Name der Autobiografie in Buchform, "Get Rich Or Die Tryin'" der quasi biografische Hollywood-Blockbuster für den die Produzenten knapp 40 Millionen Dollar locker machen. Fiffty liefert für den Streifen nicht nur seine Geschichte, sondern spielt sich gleich auch selbst. Eminem und "8 Mile" lassen grüßen. Das eigene Videospiel "Bulletproof", entwickelt von Vivendi Games in enger Zusammenarbeit mit dem Rapper, geht 1.3 Millionen mal über die Ladentische und lehnt sich natürlich an Fiddys Aufstieg vom Dealer zum Millionär an.

Bei all diesen Verkaufsbemühungen vernachlässigt Fiddy jedoch nicht seine zwei Lieblingsbeschäftigungen - Rapplatten aufnehmen und Streit vom Zaun brechen. 2005 erscheint "The Massacre", das mit mehr als einer Hand voll internationaler Superhits aufwartet. Neben den anzüglichen Kassenschlagern "Candy Shop" und "Just A Lil Bit" findet besonders der Disstrack "Piggy Bank" große Aufmerksamkeit. Ähnlich wie wenige Jahre zuvor auf "How To Rob" schießt Fiffty wild in Richtung Rap-Kollegen. Besonders Fat Joe und Jadakiss bekommen ihr Fett weg, weil sie zuvor mit Erzfeind Ja Rule auf dessen Big Apple-Hymne "New York" kollaborierten. Doch auch Nas mitsamt Frau Kelis geraten ins Ziel des verbalen Rundumschlags, den Fiffty erneut in eine so unglaublich überhebliche Nonchalance verpackt, wie es vor ihm noch keinem gelungen ist. Das Motto: Pisse jedem Rivalen ordentlich ans Bein und freue dich schelmisch über deinen stetig wachsenden Kontostand - "Clickity clank clickity clank. The money goes into my piggy bank". 50 Cent ist der unbestrittene König der Ghetto-Poserei.

Daran ändert auch das neue Westcoast-Wunderkind The Game im Jahr 2004 mit der Veröffentlichung seines Debüts "The Documentary" nichts. Vielmehr geht Fiffty auch aus dieser Auseinandersetzung als überheblicher Sieger raus. Die Story: Auf Wunsch von Aftermath-Boss Dr. Dre soll 50 Cent Dres neuem Sprößling Game auf seinem Debüt musikalisch unter die Arme greifen. Kurzerhand nimmt 50 Cent The Game sogar in seine G Unit-Crew auf und will so sein G Unit-Imperium auf die amerikanische Westküste erweitern.

Der Schuss geht gehörig nach hinten los. Kommerziell und auch künstlerisch avanciert "The Documentary" zwar zum vollen Erfolg. Die Zusammenarbeit zwischen 50 Cent und The Game findet jedoch ein jähres Ende. The Game will sich nicht an Fiffty Streitereien beteiligen und freut sich etwa über die Respektbekundungen von Nas. Fiffty wirft Game daraufhin mangelnde Loyalität vor und ist davon überzeugt, dass er mehr zum Erfolg von Games Debüt beigetragen hat, als The Game selbst. The Game verliert sich in Folge in nicht enden wollenden Diss-Tiraden und startet seine Kampagne "G Unot", in der er darauf hinweisen will, dass Fiffty gar nicht der harte Gangster ist, für den er sich hält. Was The Game bei seinen Schmähungen übersieht ist, dass er für weitere vier Alben bei Fiffty auf G Unit Records gesignt ist. 50 Cent sitzt einmal mehr am längeren Hebel.

Auch sonst kann sich Curtis Jackson nicht beschweren: 20 Millionen weltweit verkaufte Tonträger, vier Millionen verkaufte Paar Schuhe seiner G Unit-Serie bei Reebok, knapp neun Millionen verkaufte Platten der von ihm verpflichteten G Unit-Künstler, über drei Millionen gedownloadete Klingeltöne der Hits "Candy Shop" und "Just A Lil Bit", 75 Millionen Dollar-Umsatz im Jahr 2005 seiner Bekleidungsmarke G Unit Clothing, 64 Millionen Dollar-Einnahmen aus seinem biografischen Filmdebüt "Get Rich Or Die Tryin'" und 25 Millionen-Umsatz für das Jahr 2006 beim Verkauf seines Vitamin-Getränks "Formula 50". Genügend Gründe für das bekannte Forbes Magazin in seiner Auflistung der "einflussreichsten Berühmtheiten" 50 Cent noch vor den Erfolgsautoren Dan Brown und J.K. Rowling, den Sängern Elton John und Paul McCartney oder dem legendären Boxer Muhammad Ali auf Platz 8 der Liste zu ranken.

Den nächsten Coup landet Fiffty mit dem Ausbau seines G Unit-Plattenlabels. 2005 verpflichtet er das Queensbridge-Duo Mobb Deep und die Roc-A-Fella-Schreihälse M.O.P. Außerdem freuen sich Bad Boy Mase, Rap-Chanteuse Olivia, Spider Loc und DJ Whoo Kid über monatliche G Unit-Gehaltschecks. Die Ziele für G Unit-Records sind ähnlich hoch gegriffen wie man es aus dem Hause Curtis Jackson kennt. 50 Cent will sich mit G Unit Records keine erfreuliche Nebenverdienstquelle aufbauen, sondern in direkte Konkurrenz mit den Genre-Majorlabels treten.

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Notorious B.I.G.

Am 21. Mai des Jahres 1972 wird im nicht so ganz freundlichen Brooklyn in New York ein kleiner Junge namens Christopher Wallace geboren. Im Laufe der Jahre bekommt er aufgrund seines Aussehens einige Spitznamen: Big, Biggie, Biggie Smalls und letztendlich - The Notorious B.I.G.Image Hosted by ImageShack.usDie Schule bricht er ab; mit dem Verkauf von Crack und anderen Drogen läßt sich schließlich schneller Geld verdienen. Nebenher beginnt er ein paar Demos aufzunehmen, welche über Umwege in Puff Daddys Händen landen, der gerade dabei ist, sein Label Bad Boy Records zu gründen. Biggie wird labelintern bekannt, doch der endgültige Durchbruch gelingt ihm 1994 mit seinem Debut "Ready To Die". Die Scheibe erringt ruckzuck Platin und verhilft Biggie im darauffolgenden Jahr zum Billboard Award für den besten Rap-Artist.
Notorious B.I.G. wird zum bekanntesten Rapper der Ostküste, was kurze Zeit später fatale Folgen haben sollte. Im Streit Eastcoast gegen Westcoast, in dem sich die verfeindeten Parteien mit immer neuen Drohungen gegenseitig überbieten, wird er neben Tupac Shakur zur Zielscheibe auserkoren. Während er sein zweites Album aufnimmt, wird Tupac in Las Vegas niedergeschossen und erliegt schließlich seinen Verletzungen. Stimmen werden laut, dass der Täter aus Biggies Umfeld kam. Am Morgen des 9. März 1997 erwischt es dann auch Notorious B.I.G. selbst - nach den Soul Train Music Awards wird er auf seinem Weg ins Hotel aus einem vorbeifahrenden Wagen erschossen. Drei Wochen später kommt sein zweites Album in die Läden. "Life After Death" steigt direkt auf Platz eins der Billboardcharts ein.

Nach zweieinhalb Jahren voller Spekulationen kommt zum Ende des Jahrtausends das nächste Album auf den Markt - Born Again _____________________________________________

Eminem

Ist er nun Amerikas Alptraum, ein neuer Elvis Presley oder einfach nur ein verdammt guter Rapper? Es treffen wohl die meisten Urteile über Eminem irgendwie zu. Der hollywood'schen Selbstinszenierung seiner Persönlichkeit sei Dank. Wenn zum Beispiel konservative Politiker den Detroiter Superstar auf eine Stufe mit Bin Laden stellen, so zeigt dies nur, dass Slim Shadys mediale Selbstdarstellung mehr als erfolgreich war. Mit Videos voll schwarzen Humors und aufhetzenden Todschlag-Texten schockt er von Anfang an bewusst die strenge US-Öffentlichkeit. Er schlüpft dazu in verschiedene Rollen, um die falschzüngige Doppelmoral Amerikas widerzuspiegeln.
Außerhalb der USA verliert der Schrecken stark an Wirkung. Von der Basis ertönen indes andere Anschuldigungen. Wie einst Elvis den Rock'n'Roll entreiße Eminem den Afroamerikanern ihre Hip Hop-Kultur. Zwar drängelt er sich schon sehr offensiv in den Mittelpunkt, doch vor ihm hatte auch noch nie ein so talentierter Weißer zum Mikrofon gegriffen. Weder Vanilla Ice, noch Fred Durst, die Beastie Boys oder Everlast können ihn das Wasser reichen. Klasse kennt eben keine Rasse. Gewiss aber treffen Eminems böse und vielschichtigen Provokationen ihre Ziele mindestens ebenso hart und genau wie Elvis' Hüftschwung den Otto-Moral-Verbraucher der frühen sechziger Jahre.
Die harte Kindheit in Detroit

Eminem erblickt 17. Oktober 1972 in St. Joseph, Vorort von Kansas City, als Marshall Bruce Mathers III das Licht der Welt. Er wächst bei seiner alleinerziehenden Mutter auf, die alle drei Monate ziellos von einem Ort zum anderen zieht. Für seinen abwesenden Vater hat der spätere Rap-Superstar auch heute noch nur einen kurzes "Der Wichser kann mich am Arsch lecken" übrig, und das Verhältnis zu Mama Mathers sollte sich im Laufe der Jahre dank Klagen und Hasstexten ebenfalls arg verschlechtern. Wegen der ständigen Umzugsquälereien sind Schulfreunde für den kleinen Marshall natürlich Mangelware, und so widmet sich der kleine Steppke bereits mit zehn Jahren der Rap-Musik. Besonders Ice-Ts "Reckless" begeistert den einsamen Jungen in den Hip Hop-Kindertagen. 1985 findet die kleine Familie im Trailerpark der sozial schwachen und von Schwarzen dominierten Detroiter Eastside ein längeres Zuhause.
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"Als Kind bin ich von meinen Mitschülern derart gehänselt worden, dass ich nur zu gerne mit einer Maschinenpistole durch die Klassen gezogen wäre", legt Eminem im taz-Interview seine Seele offen. Nach dem Eistee wandern nun verstärkt die Beastie Boys und N.W.A. in den Teenie-Walkmann, "da die sich einfach trauten, alles zu sagen". Doch nur Rap zu konsumieren, genügt dem Jungen nicht. Mit 14 beginnt er im Keller eines Freundes als Manix bzw. M&M zu reimen. Freestyle-Battles in der Aula oder auf dem Schulhof bestimmen seine Tagesordnung. Kurz entschlossen schmeißt er die Schule und schlägt sich mit schlecht bezahlten Jobs als Lagerarbeiter durchs Leben. Seine eigentliche Passion gilt jedoch den lokalen Reim-Wettkämpfen. Trotz weißer Hautfarbe errappt er sich als Eminem schnell den Respekt der Detroiter Hip Hop-Szene. Er profitiert davon, dass sich seine Skills in der Rap-Provinz besser entwickeln als im hart umkämpften Mekka New York.

Das Hip Hop-Element der "Competition" spielt auch in Eminems weiterer Rap-Karriere eine große Rolle. Diss-Tracks und Business-Beefs ersetzen nach dem großen Durchbruch die regionalen Freestyle Battles. Jetzt muss er sich nicht nur Detroit, sondern landesweit behaupten, und da kann einen die eigene große Klappe schon in Verlegenheit bringen. Nicht jeder Streit läuft nur lyrisch auf Platte ab wie die Duelle Krs-One vs. MC Shan, LL Cool J vs. Canius oder Jay-Z vs. Nas. Wenn Millionen im Rapgame zirkulieren und Mafiosi mit mischen, kann die Auseinandersetzung schnell eskalieren, so geschehen bei den Morden an 2Pac und Notorious BIG.

Natürlich rasselte auch Eminem des Öfteren mit Kollegen zusammen. Glimpflich, sprich auf sportlicher Ebene lief der Stress mit Underground-Emcee Cage, Evidence von den Dilated People und Ford City-Nachbar Royce Da 5'9 ab. Giftpfeile in Richtung Fred Durst, Moby oder Britney Spears blieben unbeantwortet. Härter ging es dagegen schon bei der Fehde mit Everlast zur Sache. Der Ex-House Of Pain-Mann prügelte sich mit Eminems D-12-Freunden während seiner Show in Detroit. Auch Ray Benzino, Chef des Hip Hop-Magazins The Source, würde gerne mal die Fäuste gegen Eminem schwingen, wie er in Interviews und Songs ankündigte. Noch gefährlicher könnte der Beef mit Murder Inc und Suge Knight enden, in den er durch seine Geschäftsfreunde 50 Cent und Dr. Dre hineingezogen wurde.
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Erstgenannter Feind besitzt enge Verbindungen zu New Yorker Drogenbossen und letzterer spielte angeblich schon an den Morden von 2Pac und Notorious B.I.G. eine dubiose Rolle. Nach unzähligen Freestyle-Fights in Detroit schließt sich Eminem 1994 zwecks Gruppenstärke der New Jack-Crew an, wechselt aber schon bald zu Soul Intent, die 1995 seine erste Single veröffentlichten. Auf der B-Seite tritt ein gewisser Proof als Gastrapper in Erscheinung. Dieser ist von Eminem so angetan, dass er mit ihm die Clique D-12 gründet. Vier weitere Mitglieder stoßen zu D-12, die sich jedoch nicht als strenge Band verstanden wissen wollen, sondern eher ein loses Kollektiv bilden, um sich gegenseitig zu unterstützen.

Nach der Geburt von Tochter Hailie am 25. Dezember 1995 sieht sich der junge Vater gezwungen, seine Rap-Leidenschaft auch in wirtschaftliche Stabilität umzumünzen. 1996 darf Eminem endlich ein paar Demos im Studio eines Kumpels aufnehmen. Das Albumergebnis "Infinite" erscheint in geringer Stückzahl als Tape auf dem Independent-Label Web Entertainment. Ems Style klingt auf der Scheibe noch wie eine unausgegorene Mischung der angesagten New Yorker-Emcees Nas und AZ. "Auf "Infinite" habe ich noch versucht herauszufinden, wie mein eigener Rap-Style klingen soll", gesteht der talentierte Nachwuchskünstler. Durch die neuen Aufnahmen angestachelt, lässt er Werbeposter für Plattenläden drucken und versucht, seine Platte auf der Straße zu verchecken. Noch zeigt niemand größeres Interesse. Doch das eiserne Durchhaltevermögen des Hip Hop-Freaks öffnet ihm schließlich die Tür einer Radiostation, die einen seiner Songs ins Programm nimmt. Die Sendung wird landesweit ausgestrahlt und festigt Eminems Ruf als talentierter Mass Controller.

Auf seinen steigenden Bekanntheitsgrad bauend, händigt er Konzertveranstalterin Wendy Day eine Kopie des "Infinite"-Albums aus. Daraufhin sichert sie ihm die Teilnahme an den 97er MC Battles bei den Rap-Olympics. Eminem liefert eine Top-Leistung ab und muss sich erst im Finale geschlagen geben. "Für mich ging es irgendwie um Leben oder Tod", erinnert sich der bis in die Haarspitzen motivierte Vize. Nach dem erfolgreichen Event drückt sein Manager Paul Rosenberg den anwesenden Talentscouts vom Interscope-Label zudem sein Demo in die Hand. Parallel dazu wirft Web Entertainment das Demo als "Slim Shady"-EP auf den regionalen Markt. Das Werk wimmelt nur so vor krassen Texten von Ems neuem Synonym Slim Shady. Er rappt sich hier förmlich den Frust von Seele und zeigt erste Anzeichen seines heutigen Rüpel-Status: "Auf der "Slim Shady"-EP schlug ich gegen jeden zurück, der jemals Scheiße über mich erzählt hatte."

Ein paar Wochen später findet Produzentenlegende Dr. Dre jenes legendäre Tape auf dem Büroboden von Interscope-Präse Jimmy Iovine. Der Hip Hop-Veteran kann sich vor Begeisterung kaum auf den Beinen halten. Nachdem er Eminem auch noch in der Los Angeles' Radiosendung von Sway und Tech reimen hört, setzt der G-Funk-Boss alle Hebel in Bewegung, um den weißen Wahnsinns-Emcee ins Studio zu locken. Dr. Dre April Rolling Stone-Magazin 1999: Wenn er die gleiche Person bleibt, die damals zum ersten Mal in mein Studio kam, dann wird er garantiert größer als Michael Jackson. Klar, dass Eminem sofort zu Dre in die Beat-Werkstatt eilt, denn "es war eine Ehre für mich, Lob aus dem Mund meines Jugendidols zu hören." Die Chemie zwischen den beiden stimmt sofort, und flugs kreiert das neue Paar diverse Songs für Eminems richtiges Debüt. Der Doktor nimmt ihn sogar als ersten Weißen für sein Aftermath-Label unter Vertrag. Der Grundstein für Ems Weltkarriere ist gelegt. Kurz vor Albumveröffentlichung heizt der kommende Superstar auf der Lyricist Lounge-Tour den Hype weiter an. Der deutsche Rapstar Curse war damals während der ersten Eminem-Vorbeben hautnah dabei: "Ich weilte 1998 zu Besuch in New York und traf mich mit Ill Bill von der Hip Hop-Crew Non-Phixion. Ich fragte Bill nebenbei, was es denn so neues in Sachen Rap gäbe. Er antwortete verschwörerisch: "Pass mal auf mein Freund. Ich habe hier ein Demotape von einem weißen Rapper aus Detroit, der jetzt gerade in LA bei Dr. Dre ist. Hör dir dieses Demo mal an. Wenn der Typ herauskommt, werden sich viele Emcees Gedanken machen müssen, ob sie noch auf dem gleichen Level sind."

Amerikas Alptraum durch geschickte Selbstinszenierung

Ein dreiviertel Jahr später überschwemmt das Eminem-Fieber angeheizt von Video "My Name Is ..." den ganzen Erdball. Während die deutschen Hip Hop-Kollegen Bauklötze über seinen nasalen, hyperschnellen Flow staunen, stehen die Münder der weltweiten Musikfans ob dieses blondierten, rotzfrechen Punks, der als Marilyn Manson und Bill Clinton auftritt, offen wie ein Scheunentor. Die geschickte Selbstinszenierung des bürgerlichen Rebellen mit seelischen Abgründen treibt das "Slim Shady"-Album zu vier Millionen verkauften Einheiten. Im Herbst 1999 folgt zudem die Heirat mit Langzeitfreundin Kim. Doch trotz zunehmenden Erfolges und privater Bürgerlichkeit weht ihm in den USA der Wind weiter scharf ins Gesicht. Besonders nach dem Massaker von Littleton stellen konservative Politiker Eminem an den Pranger. Seine Provokationen zeigen also Wirkung, denn tatsächlich sieht sich der Künstler nur als Rollenspieler, der gesellschaftliche Schattenseiten anprangert. Nur einmal scheint der Rapper die Grenze zwischen Darstellung und Anwendung von Gewalt zu überschreiten: im Frühjahr 2000 teilt er nicht nur verbal Prügel aus. Einstecken muss Douglas Dail von der Insane Clown Posse, da der Eminems Frau geküsst haben soll. Im Verlauf des Streites zieht Eminem sogar eine Handfeuerwaffe. Der Staatsanwalt droht ihm eine mehrjährige Haftstrafe an, die der Rapper aber im letzten Moment noch abwenden kann, indem er sich teilweise schuldig bekennt. Im Juli überlebt seine Frau Kim Scott Mathers einen Selbstmordversuch und reicht im August die Scheidung ein. Kurz darauf lässt sie ihre Klage wegen der bösen Texte in "97 Bonnie and Clyde" jedoch wieder fallen. Eminem verspricht Kim und Tochter Hailie Jade Scott finanzielle Unterstützung, und das Paar kommt sich wieder näher. Auch die 10 Millionen-Klage seiner Mutter verläuft im Sande. Dieses Verhältnis bleibt jedoch unterkühlt bis feindlich.

Im Milleniumsjahr steht außerdem die Veröffentlichung von Eminems drittem Studioalbum "The Marshall Mathers LP" an. Der Rapper reagiert ziemlich sauer, nachdem die Scheibe bereits Tage vor dem Release Datum im Internet kursiert. Zudem wird auf Napster sogar Eminems angebliche Privatadresse mit Telefonnummer vertrieben. Aus dem Verantwortlichen würde er am liebsten "die Scheiße heraus prügeln", erklärt der Rapper. Dennoch wird das Album dank der bekannt provokanten Videos und Lyrics zu "The Real Slim Shady", "Stan" und "The Way I Am" zum Kassenschlager und verkauft sich allein in Amerika knapp acht Millionen Mal. Es hagelt Grammys und MTV-Awards ohne Ende. Anlässlich der Grammy-Verleihung 2001 gehen gerade die Homosexuellen auf die Straße, um gegen die Diskriminierung in seinen Texten zu demonstrieren. Zudem tritt er mit dem bekennenden Homosexuellen Elton John auf die Bühne und performt mit ihm den Song "Stan". Zum Unverständnis der amerikanischen Schwulen- und Lesbenvereinigung natürlich. John selbst nimmt den Rapper zusätzlich in Schutz, indem er sich als großer Eminem-Fan outet. Eminem stellt daraufhin in der taz richtig: "Das Schimpfwort "Schwuchtel" (Faggott) heißt für mich einfach so etwas wie Verlierer, Weichei. Es hat nichts zu tun mit Homosexuellen." Elton John: Sein "Marshall Mathers"-Album ist frisch, kontrovers, kurz: ein Meisterwerk. Nach erfolgreicher Welttournee, die ihn mit Bühnenmotorsäge auch nach Deutschland führt, steht im Mai 2002 "The Eminem Show" in den Läden. Das vierte Studioalbum Eminems sorgt wieder schon im Vorfeld für Schlagzeilen: Da es bereits Wochen vor dem offiziellen Release-Datum illegal im Netz erhältlich ist, veröffentlicht Interscope die Platte früher als geplant. Trotzdem erobert der weiße Rapper die Charts diesseits wie jenseits des Atlantiks erneut im Sauseschritt. In einer Zeit, in der die meisten Künstler Einbußen bei den Verkaufszahlen hinnehmen müssen, bildet alles, was Eminem anfasst, die Ausnahme von der Regel. Selbst auf der Kinoleinwand machte der Rapper ein sehr gute Figur.

8 Mile - Ein Kreis schließt sich

"8 Mile" heißt sein autobiographischer Film, bei dem Eminem selbst die Hauptrolle des Roger Rabbit übernimmt, Kim Basinger seine Rabenmutter spielt und Curtis Hanson ("L.A. Confidential", "Wonder Boys") die Regie führt. Eminem ist Roger Rabbit. Roger Rabbit ist Eminem. Realistisch und stilecht setzt Hanson Ems Aufstieg während der Detroiter Freestyle Battles in Szene. Nur die wütende Schattenseite des Superstars fällt dem Hollywoodprinzip zum Opfer. Dafür stimmt jedoch die Intention von "8 Mile": Nicht die Hautfarbe ist entscheidend sondern die Skills, wie der traurig-komische White Trash-Charakter des naiven Cheddar Bob zeigt. "Nie wieder", lautete am letzten Drehtag Eminems kurzer Kommentar auf die Frage, ob er weiter schauspielern wolle. Doch das offene Ende erzwingt eine Fortsetzung förmlich, die sicherlich von seinen weiteren Schritten im Musikgeschäft handeln wird.

Nach dem sich das Enfant Terrible also auf dem Thron des Rap eingenistet hat, erweitert er seine künstlerischen und wirtschaftlichen Fähigkeiten, um vollkommen autark arbeiten zu können. Bereits für die "The Eminem Show" kreiert er eigene Beats, die später auch bei Künstlern wie Nas oder Jay-Z hoch im Kurs stehen. Dr. Dre fungiert nur noch als Mentor im Hintergrund. Ähnlich verhält es sich auch auf Label-Ebene. Eminem gründet Shady Records als eigenständiges Subunternehmen von Dres Aftermath-Firma. Neben seiner Detroit-Crew D-12 nimmt er noch Obie Trice sowie 50 Cent und dessen G-Unit unter Vertrag. Wie nicht anders zu erwarten, landet auch das erste 50 Cent-Album für Shady Records auf Platz eins der Billboard Charts.

Ein Album ("Encore") und zwei DVDs später vervollständigt er seinen Backkatalog mit der obligatorischen Greatest Hits. "Curtain Call" erscheint am 6. Dezember 2005 und enthält neben den Hits auch persönliche Lieblingstracks des Rapstars sowie eine Reihe unveröffentlichter bzw. neuer Tracks. Damit nährt der mittlerweile 33-Jährige erneut Gerüchte, er wolle sich auf's Altenteil zurück ziehen und seine Sporen in Zukunft lieber als Produzent als an der Bühnenfront verdienen. Mittlerweile hat Em weltweit über 65 Millionen Platten verkauft (29 Millionen in den USA) und auch den ein oder anderen Skandal (Rassismus-Vorwürfe vom Hip Hop-Magazin The Source, ein Beef mit Ja Rule oder das Eingestehen seiner Tablettenabhängigkeit) überstanden. Den Sound verliert er dennoch nie aus den Augen und kümmert sich beispielsweise im Auftrag von Tupacs Mutter erneut um dessen musikalisches Erbe.

Ist Eminem nun der neue Elvis? Seine rasante Entwicklung von Nobody zum Superstar zum Produzenten verbildlicht die Beschleunigung aller gesellschaftlichen Prozesse. Anders als Elvis oder auch dessen Nachfolger Michael Jackson scheint Eminem sich kaum nach der Liebe der Massen zu sehnen. Als Künstler muss Eminem sich aber trotzdem hinter niemandem verstecken. Auch wenn die Gewalt-Exzesse des Alltags in seinen Texten recht eindeutig auf Missstände im eigenen Land abzielen - andere Ebenen seiner ungezügelten Aufmüpfigkeit bewegen die ganze Welt. Nichts gegen Filz und Fett. Als aber der bekennende Homo Elton John Eminem öffentlich den Rücken stärkte, irritierte dies vermutlich mehr Menschen in ihrer Weltanschauung, als beispielsweise die gesammelten Werke des großartigen Joseph Beuys.
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Dr. Dre

Es war einmal... Hip Hop findet nahezu ausschließlich an der amerikanischen Ostküste statt. Zwischen den Party-Vibes der Oldschool und den wütenden, finsteren Polit-Raps von Public Enemy oder KRS-Ones Boogiedown Productions existiert wenig bis nichts - bis ein Mann aus Kalifornien den Gangsta-Rap aufs Tapet bringt: Der Rapper Dr. Dre kommt zwar niemals über simple Reime und dürftige Technik hinaus, dem Ausnahmeproduzenten Dre gebührt jedoch Ruhm und Ehre für echte Pioniertätigkeit.
Andre Romel Young erblickt das Licht der Welt am 18. Februar 1965 im kalifornischen Compton. Die Eltern lassen sich bereits vor seiner Geburt scheiden. Andres Mutter heiratet später erneut und beschert ihm einen Halbbruder, den die Welt als Warren G kennenlernen wird. In den frühen 80er Jahren verfällt Andre den Beats. Image Hosted by ImageShack.us
Mit 17 Jahren tritt er, gemeinsam mit seiner World Class Wreckin' Cru, in South Central L.A. bei Housepartys und in Clubs auf. Beim Auflegen trägt er in den Anfangszeiten gelegentlich einen Mundschutz. Ob sein Künstlername hierauf oder auf seine Verehrung für den Basketball-Stars Julius "Dr. J" Erving zurück zu führen ist, lässt sich im Nachhinein schwer feststellen. Eines jedoch ist sicher: Aus Andre wird Dr. Dre.
Image Hosted by ImageShack.us1986 trifft Dre auf Ice Cube. Gemeinsam nehmen sie einige Songs für Ruthless Records, das Label des ehemaligen Drogendealers Eazy E, auf. Dieser versucht, einen Track des Duos ("Boyz N The Hood") bei HBO, einer Unterabteilung des Labels unterzubringen. Dieser Versuch scheitert, führt aber zur Gründung der N.W.A.. Auf ihr Debüt ("N.W.A. And The Posse", 1987) folgt im Jahr darauf "Straight Outta Compton", das - ganz ohne Unterstützung von Presse, Radio oder gar MTV - spätestens jetzt die West Coast auf den Hip Hop-Plan holt. "Fuck Tha Police" trägt ihnen darüber hinaus eine Ermahnung des FBI ein.
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Snoop Dogg

Snoop Dogg erblickt als Calvin Broadus am 20.10.1971 in Long Beach, Kalifornien das Licht der Welt. Den Spitznamen "Snoop" bekommt er früh von seiner Mum verliehen. Während der Teenager-Zeit befindet sich Klein-Snoop ständig im Konflikt mit dem Gesetz und wird kurz nach seinem High School-Abschluss wegen Besitzes von Kokain verhaftet. Die Karriere als Gangster steht vor der Tür.
Doch Broadus Junior schafft durch seine aufkeimende Liebe zum Hip Hop den Ausstieg aus der Kriminalität. Er gründet mit Warren G und Nate Dogg die Gruppe 213. Das Trio tritt bei Blockpartys auf und verteilt via Street-Promo Tapes in LA. Das Rapgame dominiert derweil ein gewisser Dr. Dre mit seiner Gruppe N.W.A. Nach dem unrühmlichen Ende der Niggas With Attitude startet dieser dann eine Solokarriere bei Death Row-Records. Zusammen mit seinem Boss Suge Knight beobachtet er danach die Gruppe 213. Dre ist von Snoops Style so beeindruckt, dass er ihn unter seine Fittiche nimmt.
Im Jahr 1992 steht mit Dr. Dres "The Chronic" das erste Ergebnis dieser fruchtbaren Kollabo in den Läden und schlägt weltweit ein wie die berühmte Bombe. Der G-Funk ist geboren, und die erste Single "Nuthing But A G Thang" krönt der Rolling Stone später als eine der besten Songs der 90er. Zwar darf Snoop "Doggy" Dogg nur ein paar Raps droppen und Eazy E dissen, doch das genügt bereits, um durch seinen "arroganten Hustler-Stil" (Rolling Stone) und dem umstrittenen Realitätsgehalt seiner Lyrics zum Star zu avancieren. Noch mehr Öl ins Gangsta-Feuer kippt Snoops kurzzeitige Verhaftung, als sein Bodyguard einen gewissen Phillip Woldermarian während einer Autofahrt angeblich aus Notwehr erschießt.

Die erste echte Bewährungsprobe für den Dog folgt mit seinem Debüt "Doggystyle" 1993. Ebenfalls über Death Row veröffentlicht und von Dre produziert gelingt Mr. Broadus damit ein ähnlicher Rap-Klassiker wie "The Chronic". Angeführt von der Leadsingle "What's My Name" verkauft sich das Album allein in den USA über vier Millionen Mal. Die Videos mit coolen Cabriolets, lasziven Ladys und protzigen Pimps setzen ebenfalls Maßstäbe. Doch das Ende der G-Funk-Ära naht, als New York kurz darauf dem kreativen Wahnsinn verfällt. Die harten Eastcoast-Erstlingswerke von Notorious B.I.G., Nas und vom Wu-Tang Clan verdrängen den G-Funk ein wenig von der Bildfläche, und Snoops respektable, zweite Platte "The Doggfather" erscheint erst drei Jahre später.

Die Folgezeit ist von Querelen mit Death Row geprägt. Erst verlässt Dre im Streit das Label, dann wird Tupac Shakur kurz darauf in Las Vegas erschossen. Snoop bleibt so der einzige Superstar bei Suge Knight und gerät zusehends zwischen die Fronten des schwellenden Eastcoast-Westcoast-Beefs. Da er auch mit Notorious B.I.G. down ist, ergreift er keine Partei für den Labelkollegen. Den Gerüchten zu Folge soll 2Pac von diesem Verhalten extrem enttäuscht gewesen sein. Aber so ganz kann sich auch Snoop dem Streit nicht entziehen, disst er doch den Big Apple auf einem Track mit seiner Dogg Pound-Crew (Daz, Kurupt). Die Antwort in Person von Capone-N-Noreaga ("LA, LA") lässt übrigens nicht lange auf sich warten. Mit dem Mord an Biggie im Jahre 1997 endet der Beef jedoch.

Und auch für Snoop endet ein Lebensabschnitt, denn er verlässt angewidert von Suge Knight als letztes großes Zugpferd Death Row-Records. Als symbolische Geste streicht er das "Doggy" aus seinem Künstlernamen. Seit dem Abgang herrscht Hass zwischen den beiden Ex-Kollegen. Knight soll sogar Leute angeheuert haben, um den Dogg zu verprügeln. Doch was nicht tötet, härtet ab, und so steigt Snoop beim seinerzeit äußerst angesagten Master P ins No Limit-Boot. Ein zweifelhafter Schachzug seinerseits, denn die folgenden Platten "Da Game Is To Be Sold, Not To Be Told" und "No Limit Top Dogg" können nicht wirklich überzeugen. Zu ausgelutscht und austauschbar klingen die Synthie-Beats von Percy Millers Produzenten-Crew. Seine Wandlung vom Gangster zum Pimp bleibt vorerst gewöhnungsbedürftig.Image Hosted by ImageShack.us

Trotzdem hält Snoop seinen Namen im Gespräch, und zum Millenium funkt es wieder zwischen ihm und Dr. Dre. Die folgende Reunion nützt beiden, denn zusammen überwinden sie ihre kreativen Krisen. Der Doktor legt mit seiner "The Chronic 2001" den Grundstein zum endgültigen Legendenstatus und rettet den G-Funk ins nächste Jahrtausend, während der Doggfather mit seinem stärksten Album seit dem Debüt aufwartet. Selbst das von Death Row mit angestaubten Tracks und ohne seine Einwilligung auf den Markt geworfene "Dead Man Walking"-Werk schüttelt Snoop mit "Tha Last Meal" ab wie eine lästige Fliege.

"Das letzte Mahl" ist zudem auch sein letztes gemeinsames Essen mit Master P, und Snoop versucht fortan seine ersten eigenen, unabhängigen Schritte im Rapgame bzw. Musikbiz zu gehen. So eist er Kid-Rapper Lil' Bow Wow von Death Row los und legt dessen Karriere in die weniger schmutzigen Hände von Jermaine Dupri. Zudem tritt er als Gast bei Jay-Z, dem Wu-Tang Clan oder Outkast auf und versucht sich als Schauspieler ("Training Day", "Bones", "The Wash") bzw. trotz Frau und dreier Kinder als Pornodarsteller. Sein Ausflug ins X-Rated-Genre bleibt aber vorerst einmalig, denn Calvin Broadus möchte reifer werden.

So träumt er u.a. davon, eine Radiostation zu leiten, in der alle Arten von Musik gespielt werden, denn Snoop liebt auch Jazz und Reggae. Doch bevor er als Radio-DJ über den Äther drönt und Bruce Springsteen ansagt, muss erst einmal das Rapgame erobert werden, und dazu braucht man einen klaren Kopf. Er entsagt dem Weed und Alkohol und baut sich sein eigenes "Doggy Style Records" als Sublabel vom Major MCA auf. Als erstes signt er alte Death Row-Weggefährten wie Lady Of Rage, RBX oder Daz.

Nach 14 Millionen verkauften Alben allein in den USA hat sich Snoop Dogg endlich zu millionenschweren Entrepreneuren wie Puff Daddy oder Master P gesellt. Da dürfen auch die obligatorischen Action-Figuren, die Modekollektion "Snoop Dogg Clothing" und die eigene Cadillac-Marke "Snoop DeVille" nicht länger fehlen. In der zweiten Jahreshälfte greift er dann mit den Alben "Presents: The Doggy Style Allstars" und "Paid The Cost To Be The Boss" wieder aktiv ins Rapgeschehen ein, und für die Zukunft ist ein Projekt mit Jay-Z à la Redman And Method Man geplant: "Best Of Both Sides" - Das Beste von West- und Eastcoast.



Hauptsächlich aufgrund von Streitereien ums Geld verlässt Ice Cube 1989 die Crew und hinterlässt Eazy E den Posten des Frontmanns. Die musikalische Oberherrschaft obliegt allerdings zweifellos Dr. Dre. Er unterlegt Noise-Collagen mit prägnanten Rhythmen und entwickelt aus dem Funk George Clintons einen ganz eigenen Stil: Wir erleben die Geburtsstunde des G-Funk. Zwei Jahre und zwei Alben später befinden sich N.W.A. auf der Höhe ihres Erfolgs.

Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören. Dre denkt bereits 1991 an einen Ausstieg, zumal er wegen eines Angriffs auf den Host einer Fernseh-Show einen Prozess an der Backe hat. 1992 macht er damit ernst. Dre steigt bei N.W.A. aus und gründet zusammen mit Suge Knight das Label Death Row Records. Die Legende besagt, Knight sei mit geladener Kanone beim damaligen Manager der Combo aufgetaucht, um diesen mit deutlicher Gestik davon zu überzeugen, Dre aus seinen Verträgen zu entlassen. Es geht doch nichts über nachdrücklich vorgetragene schlagende Argumente.

Death Row entwickelt sich in kürzester Zeit zur dominierenden Kraft im Hip Hop-Biz und kann seine Vormachtstellung bis Mitte der 90er unangefochten behaupten. Das Frühjahr 1992 sieht die Veröffentlichung von Dres erster Solo-Single. "Deep Cover" markiert gleichzeitig den Beginn der Kollaboration mit Snoop Doggy Dogg. Dre verdankt diesen Kontakt seinem Halbbruder, der ihn mit Mixtapes des angehenden Doggfathers versorgte.

Erheblichen Einfluss auf die Wichtigkeit Death Rows nimmt Dr. Dres Solo-Debüt: "The Chronic" von 1992 landet in den Top 10, feiert mit "Nuthin' But A 'G' Thang", "Fuck Wit Dre Day" und "Let Me Ride" Erfolg um Erfolg, holt mehrfach Platin, einen Grammy für die beste Rap-Solo-Performance (für "Let Me Ride") und featuret ausgiebig Dres Entdeckung Snoop Dogg. Dessen von Dre produziertes erstes Album "Doggystyle" steigt 1993 als erstes Debüt eines Künstlers auf Platz 1 der Billboard-Charts ein.

Ohne eine eigene Platte auf den Markt zu bringen, arbeitet Dre in den folgenden Jahren wie besessen. Mehrere Soundtracks (darunter die zu "Murder Was The Case" und "Above The Rim") gehen auf sein Konto. Er liefert die Beats für Warren Gs "Regulate... The G Funk Era" und produziert für Blackstreet sowie 2Pac, Nate Dogg und andere Mitglieder der Death Row-Familie. Aus einer Reunion mit Ice Cube entsteht "Natural Born Killaz". Death Row dominiert das Geschehen bis 1996. Dres Sound wird imitiert, fast vier Jahre lang beherrscht G-Funk den Hip Hop.

Aber, wie gehabt: Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören. Death Row feiert mit 2Pacs "All Eyez On Me" (und einem Dre-Feature auf "California Love") einen weiteren Erfolg, doch Dre erkennt das am Horizont heraufziehende Unheil schneller als der Rest der Welt. Im Sommer 1996 nimmt er seinen Hut und startet sein neues Projekt: Aftermath Entertainment. Die erste Veröffentlichung, "Dr. Dre Presents... The Aftermath" stellt eine Kollektion von Dres Schützlingen vor, erreicht - gemessen an seinen hohen Maßstäben - trotz erheblicher Aufmerksamkeit seitens der Medien nur mäßige Verkaufszahlen. Dennoch wird "Been There, Done That", Dres Nachruf auf den hiermit totgesagten Gangsta-Rap, ein Hit.

1999 legt Dre mit "2001" und dem dazugehörigen Instrumental-Album nach. Wie die Gästeliste zeigt, hat Dre mittlerweile das Detroiter Weißbrot Eminem entdeckt, für den er ausgiebig Beats liefert. Unter anderem seine Tätigkeit für Eminems "Marshall Mathers LP" wird 2000 mit einem Grammy für den Produzenten des Jahres gewürdigt. Dessen Referenzen können sich sehen lassen: Er arbeitet für Eminem ("Marshall Mathers LP", "The Eminem Show", "Encore"), Xzibit ("Restless", "Man Vs. Machine"), Obie Trice ("Cheers"), 50 Cent ("Get Rich Or Die Tryin'", "The Massacre", "Get Rich Or Die Trying - The Soundtrack"), The Game ("The Documentary"), und und und...

Zwischen 1994 und 2004 veröffentlicht er außerdem mehrere Compilations, absolviert Feature-Auftritte bei diversen Kollegen und spielt in etlichen Filmen (darunter "Set It Off", "Training Day" und "The Wash") mit. Eine Schauspielkarriere möchte er allerdings gemäß eigenen Aussagen nicht weiter verfolgen. Ein ganz nebenbei an der University of Phoenix erworbener Abschluss in Psychologie rechtfertigt zumindest teilweise den selbstverliehenen "Dr." im Namen.

Bei der Verleihung der "Vibe Awards" 2004 wird Dre attackiert und mehrfach ins Gesicht geschlagen. Young Buck, ein Mitglied der G-Unit sticht daraufhin den Angreifer nieder. Umgehend machen Gerüchte die Runde, Suge Knight sei - wie auch immer - in den Vorfall verwickelt.

Wie wär's eigentlich mal wieder mit einem Solo-Album? "Detox" wird für 2005 angekündigt. Mitte 2005 ist es angeblich fertiggestellt - nicht jedoch zur Zufriedenheit des perfektionistischen Urhebers. Dre bastelt erneut daran herum. Der Release wird um ein Jahr verschoben, auf der Homepage von Aftermath ist gar erst die Rede von einer Veröffentlichung 2007. Mit so viel Weile sollte das Ding eigentlich mehr als gut werden - hoffen die Fans.
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